Sie sind hier: Startseite / Aktuelles / Servicestelle Personal: "Partner auf Augenhöhe"

d-NRW

Als eines der Leitprojekte der Landesregierung NRW für E-Government arbeitet d-NRW im Bereich der kommunal-staatlichen und interkommunalen Zusammenarbeit an verwaltungsübergreifenden Lösungen. Für und gemeinsam mit den öffentlichen Gesellschaftern werden innovative E-Government-Komponenten aufgebaut, weiterentwickelt und betreut. [ausführlich]

Stadtplan: Wer - Was - Wo

Sie suchen Informationen zu Museen, Schulen, Kindergärten, Campingplätzen und anderen Themen. [ausführlich]

Servicestelle Personal: Kreis und Gemeinden arbeiten zusammen und sparen Geld

Die sechseinhalb Stellen der Servicestelle Personal verteilen sich auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Andrea Mattews, Birgit Farwick, Jochen Ritz, Gisela Knipping und Tanja Lembeck (hinten v.l.), Elke Vartmann, Dirk Lehmann und Theo Langenbach (mittlere Reihe v.l.) sowie Jochen Hülsmann, Leiterin Sandra Kuhlbusch und Mechthild Brockschmidt-Gerhardt, Leiterin des Modellprojekts (vorne v.l.).

Gemeinsame Personalverwaltung für 1450 Mitarbeiter von Kreis, Kommune Musikschule und anderen Einrichtungen erhält viel Lob / Weitere Partner können ins Boot kommen 

 

Viele Beteiligte ziehen an einem Strang und erledigen einen Teil ihrer Arbeit  gemeinsam, den sie alleine nicht so gut erfüllen könnten. Auf diese Kurzformel lässt sich die Idee bringen, die hinter der Servicestelle Personal steckt. Sie hat als Teil des Modellprojektes Vernetzte Verwaltung in NRW am 1. September ihre Arbeit aufgenommen. Für 1450 Mitarbeiter des Kreises Warendorf, der Kommunen Sendenhorst, Everswinkel und Ostbevern und ihrer Eigengesellschaften sowie der Musikschule, der DRK-Ortsvereine Warendorf und Ostbevern sowie von Kindergartenträgervereinen und anderer gemeinnütziger Vereine ist die Servicestelle als zentrale Personalverwaltung zuständig.

 

Als "einen beispielhaften Meilenstein bei der Interkommunalen Zusammenarbeit" lobt Dr. Olaf Gericke das Projekt. "Jetzt wollen wir weitere Verwaltungen   hinzugewinnen", so der Landrat. Die erste Zwischenbilanz nach etwas mehr als 100 Tagen fällt auf allen Seiten sehr positiv aus. "Es handelt sich um eine Kooperation, bei der sich alle Beteiligten auf Augenhöhe begegnen. Durch die gründliche Vorbereitung sind Kinderkrankheiten oder andere Probleme ausgeblieben", berichtet der Projektverantwortliche, Kreiskämmerer Dr. Stefan Funke.

 

Die Fäden laufen im Kreishaus zusammen, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (6,5 Stellen) im Haupt- und Personalamt für die zentralen Dienste zuständig sind. "Die Umstellung hat reibungslos geklappt, alle  Partner kennen ihre zuständigen Ansprechpartner", berichtet Leiterin Sandra Kuhlbusch. Die Abläufe hätten sich für alle Beteiligten sehr schnell eingespielt.

 

Diese Einschätzung bestätigen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Stadt- und Gemeindeverwaltungen. Die Gehälter seien fehlerfrei berechnet und ausgezahlt worden, Fragen ließen sich genau so gut klären wie bisher, so der einhellige Tenor. "Die Zusammenarbeit ist bisher sehr gut. Die gemeinsame Bearbeitung hat viele Vorteile. So lassen sich schwierige Fragen, die in einer kleinen Verwaltung nur selten auftreten, mit gebündeltem Sachverstand besser lösen", sagte Hubertus Stegemann. Der Fachbereichsleiter der Gemeinde Ostbevern ist unter anderem für das Personal zuständig.

 

Die Personalhoheit und die ersten Ansprechpartner bleiben bei den einzelnen Verwaltungen, während die Servicestelle im Hintergrund zentrale Aufgaben gemeinsam erfüllt. Dazu gehören vor allem das Mengengeschäft wie Gehaltsabrechnungen, sozialversicherungsrechtliche Angelegenheiten, Kindergeld und Reisekostenabrechnungen. Aber auch Stellenbewertungen  sowie die Unterstützung bei Bewerbungs- und Einstellungsverfahren sowie neuerdings auch Arbeitsvertragsangelegenheiten gehören zu den Aufgaben.

 

 „Nach den guten Erfahrungen in der Anfangsphase bin ich zuversichtlich, dass  weitere Kommunen zu uns ins Boot kommen“, sagte der Projektverantwortliche Dr. Stefan Funke. Für neue Interessenten habe er stets ein offenes Ohr. „Wir setzen darauf, dass die Servicestelle die Qualität unserer Dienstleistungen und die Rechtssicherheit von Entscheidungen im Personalbereich verbessert und längerfristig auch die Kosten für die interne Verwaltung reduziert.“ Für die öffentliche Verwaltung werde es angesichts des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels in den nächsten Jahren immer schwieriger, gute Mitarbeiter zu gewinnen. "Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir die Qualität im Personalwesen steigern, indem wir an einem Strang ziehen“, so der Kreiskämmerer.